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Bienenweide: Herbstnahrung für Bienen & Hummeln

wo war ich noch nicht?

Auf Borretsch stehen alle Honigsammler
© Pixelio | EmmaN

Im Spätsommer und Herbst kann es im Garten noch einmal richtig bunt werden. Du musst nur für die richtigen Spätblüher sorgen. Gleichzeitig gibst du Bienen und Hummeln eine wichtige Nahrungsquelle in schwierigen Zeiten.

Auch aufgrund der alarmierenden Nachrichten über das Bienensterben haben wir uns in der Vergangenheit bereits hin und wieder damit beschäftigt, wie man seinen Garten auch für Bienen, Hummeln und andere Insekten gestalten kann. Zum Herbst hin wird dieses Thema noch einmal wichtig, denn jetzt beginnt für die wichtigen Bestäuber die magere Zeit.

Im Frühling und Sommer finden Bienen und Hummeln genug Nektar und Pollen. Die Obstbäume blühen, Raps und Akazien bieten genug Futter. Auch die meisten Sommerblumen im Garten werden von den Insekten angeflogen. Ganz besonders mögen Bienen und Hummeln dabei Kräuter wie Thymian, Ysop, Bohnenkraut, Oregano, Lavendel und Salbei, wenn sie zur Blüte kommen dürfen.

Bienenweiden für den Herbst

Doch ab Ende Juli wird es schwierig für die Honigsammler. Hilfreich sind dann die Einjährigen Sommerblumen wie Ringelblume, Kapuzinerkresse, Tagetes und Zinnien. Auch selbstgesäte Kräuter-Pflanzen wie Borretsch locken unzählige Insekten an. (Wusstest du eigentlich, dass jede einzelne Borretschblüte in 24 h 1,3 mg Zucker produziert?) Imker nennen solche Pflanzungen „Bienenweide“.

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Herbstastern ziehen alle Insekten mit Flügeln an
© Pixelio | Gabi Schoeneman

Statt pflegeleichten, immergrünen Gärten sprechen wir uns für Gärten voller Blumen und Blüten aus mit sogenannten Bienennährgehölzen und -weiden (auf denen sich natürlich auch die Hummeln tummeln). Da genügend Nahrung im Frühling und Sommer vorhanden ist, konzentrieren wir uns auf die Spätsommer- und Herbstzeit.


Diese Pflanzen blühen im Herbst

Ab August blühen die Fetthennen (Sedum) und Schneebeeren. Heide gibt es als Schnee- und Sommerheide (nicht die mit den gefüllten Blüten nehmen), beide sind exzellente Bienenweiden, pflegeleicht und blühen zur rechten Zeit, um den Futtermangel auszugleichen.

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Bienenfreundlich: alle Pflanzen, die ein „Sonne“ im Namen tragen, hier Sonnenbraut
© Pixelio | Segovax

Auch Astilben (zum Beispiel die Sorte „Glut“) und Funkien (Hosta) bekommen späte Blüten und freuen die Insekten. Phlox und Herbst-Anemonen beginnen ebenfalls ab August zu blühen. Nicht zu vergessen die vielen Asternarten. Hier gibt es frühe kleinere Sorten, aber auch die großen Herbstastern (Rauhblatt- und Glattblattastern), die bis zum Frost durchblühen. Viel Futter bieten Chrysanthemen, die der Aster recht ähnlich sehen und die späten Blüten von Efeu. Zusätzlich empfehlen wir alle Pflanzen mit dem Wort „Sonne“ im Namen: Sonnenhut, Sonnenbraut, Sonnenblume…

Gute Tat für die ersten Frühlingstage

Und wenn du jetzt im Herbst diese Stauden in deinen Garten pflanzt, kannst du auch gleich Krokusse als Zwiebeln in die Erde setzen. Die Krokusblüten sind ab Februar die erste Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln. Dazu dann noch einen Weidenstrauch oder eine Weide pflanzen, die mit blühenden Kätzchenblüten in den ersten Frühlingstagen lockt. Bienen und Hummeln ziehen so garantiert in deinen Garten ein.

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5 Antworten auf Bienenweide: Herbstnahrung für Bienen & Hummeln

  1. Petra 11. Oktober 2014 at 09:41 #

    Hallo,

    phlora ist wirkliche eine informative Seite. Ich finde es toll, dass ihr euch für Hummeln und Bienen einsetzt. Als Herbstnahrung möchte ich noch spontan ergänzen: Salbei (gerade „Stammpflanze“ für zwei Erdhummeljungköniginnen), winterharte Fuchsien, Katzenminze, Lavendel, Zweizahn, Rotklee, Oregano… Und wichtig für die Hummeln: die Menge. Mindestens drei Pflanzen pro Sorte. Wobei, eine ist natürlich besser als keine.
    Aber gerade auch im Sommer brauchen die Hummeln viel Nahrung, also viele geeignete Pflanzen. Denn die Hummelvölker sind jetzt (wenn es alles gut läuft) recht groß. Und wichtig ist auch: die unterschiedlichen Hummelarten brauchen unterschiedliche Nahrungspflanzen. Leider ist es wohl eher immer noch so, dass in den meisten Gärten viel zu wenig geeignete Pflanzen stehen. Viele Gartenbesitzen wissen wohl auch nicht, dass Hummeln die eifrigsten Bestäuber sind. Sie danken es uns also, wenn wir ihnen viele geeigente Pflanzen in unsere Gärten setzten und auf die Balkone stellen.

    Viele Grüße
    Petra

  2. Vilma Holdener 28. Juli 2017 at 12:21 #

    Guter Bericht über Pflanzen zu Gunsten der Honigbienen

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