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Fiese Fadenalgen im Teich

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Nicht schön: Fiese Algen im Wasser
© Wikipedia | Tim1357

Algen sind nicht nur ein ästhetisches Problem. In der Überzahl nehmen die schleimigen Wesen anderen Teichbewohnern die Luft zum Atmen. Wenn in deinem Teich also übermäßig viele Algen wachsen, ist dies ein Zeichen für eine zu starke Nährstoffversorgung.

Die Nährstoffe können durch Zersetzung von Pflanzen, Fischfutter, Fischexkrementen und Laub ins Wasser gelangen. Auch im Leitungswasser und im Regen sind aufgrund der Umweltverschmutzung zunehmend Nitrate enthalten, die das Algenwachstum „anheizen“.

Vor allem im Herbst und Winter stirbt der größte Teil der Tiere und Pflanzen. Sie sinken auf den Boden und werden dort von Mikroorganismen zersetzt. Dabei entstehen Düngesalze, die von den Wasserpflanzen und besonders von den Algen aufgenommen werden. Wasserpflanzen und Algen konkurrieren um Nährstoffe.

Das hilft gegen Algen

  • Je mehr Wasserpflanzen vorhanden sind, desto stärker werden die Algen verdrängt. Dies gilt besonders für Unterwasserpflanzen (zum Beispiel Hornkraut, Nadelsimse, Unterwasserfrühlingsstern). Außerdem erhöhen sie den Sauerstoffgehalt des Wassers. Sind in deinem Gartenteich genügend Unterwasserpflanzen vorhanden?
  • Wir empfehlen dir außerdem, einen Skimmer einzubauen, d.h. ein Gefäß mit Siebeinsatz, in dem sich die Verunreinigungen fangen, bevor sie zum Teichgrund sinken (und anschließend von den Wasserlebewesen zersetzt werden). So beseitigst du den Hauptgrund für die Algenplage.
  • Dann kannst du die Nährstoffanreicherung bremsen, indem du Algen, Wasserlinsen und abgestorbene Pflanzenteile immer wieder aus dem Wasser fischt. Bevor du das Pflanzenmaterial kompostierst, sollte es allerdings einen Tag am Ufer liegen, damit sich die mitgefangenen Tiere in den Teich retten können.
  • Außerdem kannst du stark wuchernde Pflanzen etwas auslichten. So verhinderst du, dass zu viele Pflanzen im Spätherbst absterben, von den Mikroorganismen abgebaut werden und so wieder für Nährstoffe sorgen.
  • Sehr wichtig ist auch, dass möglichst wenig Blätter in den Teich gelangen. Möglich wäre es, ein Netz über den Gartenteich zu hängen oder die Blätter zusammenzuharken, bevor sie ins Wasser geweht werden.
  • Rund um den Teich (im Umkreis von mindestens 6 m) darf nicht gedüngt werden. Schon kleinste Mengen, die durch den Regen ins Wasser gespült werden, reichen aus, um das Algenwachstum explosionsartig zu fördern.
  • Übrigens: Der Einsatz von Torf oder Chemikalien ist teuer und bringt keine oder nur eine kurzfristige Besserung.

Letzte Möglichkeit: Wenn all diese Maßnahmen nicht ausreichen, dann solltest du einen Teil des Schlammes, der sich auf dem Teichgrund abgesetzt hat, entfernen. Dies ist allerdings eine Methode, die das biologische Gleichgewicht eines Teiches stark belastet. Das Gewässer braucht einige Monate, um sich von diesem Eingriff zu erholen.

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