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Tomaten faulen an Blütenansätzen

Tomate-Bluetenendfaeule_Wikipedia_GreenP

Blütenendfäule an Fleischtomate
© Wikipedia | GreenP

Wenn die Tomaten schwarzbraune, eingesunkene Stellen bekommen, handelt es sich um die sogenannte Blütenendfäule. 

Zusätzlich haben die älteren Blätter braune Flecken, jüngere Blätter sind kleiner, dunkelgrün und besitzen nicht mehr die typische Form. Hauptsächlich ist die Krankheit aber auf den Früchten zu sehen. An den Blütenansatzstielen zeigen sich zuerst wässrige Flecken, welche sich dann vergrößern und braun oder schwarz verfärben. Diese Stellen sind meist leicht eingesunken und hart.

Ursache für diese Tomatenkrankheit ist meist ein Mangel an Kalzium

Kalzium stabilisiert die Wände der Pflanzenzellen. Ist dieser Nährstoff nicht ausreichend verfügbar, so fällt gesundes Gewebe zusammen und stirbt ab. Kalzium liegt zwar häufig in ausreichender Menge im Boden vor, aber vielfältige Probleme können den Weg in die Pflanze behindern. Kalzium ist ein Nährstoff, der im Saftstrom der Pflanze hauptsächlich von unten nach oben transportiert wird. Angetrieben wird dieser Saftstrom durch die Verdunstung der Blätter. Der Strom stockt, wenn der Boden zu trocken ist, der allgemeine Nährstoffgehalt hoch liegt oder wenn die Pflanze wegen hoher Luftfeuchtigkeit kaum Wasser verdunsten kann. Dann wird Kalzium in der Pflanze zur Mangelware. Da über die Früchte wenig Wasser verdunstet, gelangt Kalzium zuerst in die Blätter. Die Früchte haben dann bei der Kalziumversorgung oft das Nachsehen (Bayerische Gartenakademie).


Weitere Ursachen: hoher Stickstoff-, Magnesium- und Kaligehalt im Boden

  • Zu viel Stickstoff lässt die Pflanzen stark wachsen, dass die Zellen nicht mehr ausreichend mit Kalzium versorgt werden
  • Kalium- und Magnesiumüberschuss hingegen wirkt sich bereits im Boden aus. Diese Nährsalze blockieren die Aufnahme der Pflanze.

Ursachen der Blütenendfäule bekämpfen

Eine ausgewogene Nährstoffversorgung und eine gleichmäßige Bodenfeuchte verhindern die Fruchtschäden durch die Blütenendfäule. Also immer gut gießen (nicht die Blätter, sonst gibt es zusätzlich Pilzerkrankungen) und Dünger oder Kompost über die Saison (mehrfach) verteilen. Es gibt auch speziellen Tomatendünger im Handel.

Und noch etwas: Du kannst die Tomaten unbesorgt essen. Schneide die schwarzen Stellen einfach ab. Eventuell ist die Tomate geschmacklich verändert, dann fehlt das Aroma. Schädlich sind die befallenen Früchte aber nicht.

 

 

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