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Sternrußtau an Rose

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Sternförmige, schwarze Flecken: Am Ende wird die Rose gelb und die Blätter fallen ab
© Wikipedia | Rasback

Wenn du schwarze, sternförmige Flecken auf deinen Rosenblättern entdeckst, dürfte es sich um Sternrußtau handeln. Die Rosenkrankheit wird von Pilzen übertragen. Gerade bei feuchtwarmen Wetter oder anhaltender Nässe breitet sich die Pilzinfektion rasch aus.

Am Anfang werden meist die unteren Blätter befallen, dann greift die Infektion auf die gesamte Rose über. Im Laufe der Zeit vergilben die Blätter dann auch noch und fallen ab. So kann es passieren, dass du am Ende der Saison eine relativ nackte, blattlose Rose im Garten stehen hast.

So bleiben Rosen gesund

  • Nie von oben wässern, auch nicht mit dem Rasensprenger besprühen
  • Die Rose braucht einen Standort, an dem sie schnell nach einem Regenguss abtrocknen kann. Also suche ihr einen möglichst windigen, zugigen Platz in voller Sonne aus.
  • Der Rosenschnitt im Frühjahr ist sehr wichtig, damit die Triebe genug Luft haben und sich nicht gegenseitig das Licht klauen. Geschnitten wird an einem frostfreien Tag kurz vor dem ersten Austrieb. das ist meist ab Ende Februar/ Mitte März der Fall.
  • Der Boden muss mit Dünger versorgt werden im Frühjahr: Am besten nimmst du reife Komposterde und Hornspänne dazu.

Notfallmedizin für die Patientin

Wenn die Rose akut befallen ist, kannst du versuchen, die kranken Blätter abzusammeln. (Wenn es allerdings schon zu viele Blätter sind, dann natürlich nicht.) Die kranken Blätter entsorgst du immer im Restmüll. Wenn du sie auf den Kompost wirfst, bleiben die Erreger in deinem Garten.

Versuche auch möglichst nur von unten zu gießen und für mehr Luft zu sorgen (s.o.). Vielleicht steht neben der Rose noch ein großer Strauch, der ausgelichtet (beschnitten) werden könnte? So erhält deine Rose wieder mehr Licht und Luft.

Feine Brühe ansetzen

Du kannst eine Spritzung mit Schachtelhalmbrühe vornehmen. Dazu wird Schachtelhalm kleingeschnitten und in ca. 10 Liter Wasser für einen Tag lang (in der Sonne) angesetzt. Schachtelhalm findest du an Wiesen- oder Ackerrändern oder du kaufst ihn getrocknet. Die fertige Brühe wird im Verhältnis 1:5 mit Wasser verdünnt.

Bei Ausbruch von Pilzerkrankungen muss die Brühe in kurzem Abstand drei Tage lang hintereinander intensiv ausgesprüht werden. Zur Vorbeugung kann die Brühe auch alle 7 Tage ab dem Blattaustrieb gegeben werden. Genauso kannst du die Pflanzen stärken, wenn du Brennesseljauche ansetzt und damit den Boden gießt.

Gute Prophylaxe ist alles

Um einen erneuten Ausbruch der Krankheit im kommenden Jahr vorzubeugen, entsorgst du im Herbst zusätzlich alle Blätter die am Boden liegen im Restmüll. Dann düngst du im Frühjahr und schneidest die Rose ordentlich.

Viele ADR-Rosen sind resistent

Es gibt aber noch einen Weg, um die Krankheit zu überlisten: Du kaufst einfach ADR-prämierte Rosen, die resistent gegen Blattkrankheiten gezüchtet wurden. Im Internet findest du unter dem Stichwort „ADR-Rosensiegel“ alle möglichen gesunden und widerstandsfähigen Rosensorten. Einige davon sind sogar resistent gegen Sternrußtau!

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