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Gartentechnik: Die Trends 2015

Zur Gartenarbeit gehören auch viele Geräte, die man entweder unbedingt benötigt oder die das Leben des Hobbygärtners einfacher machen. Sägen, Mäher, Heckenscheren usw. So langsam zieht aber auch Hightech in den Gartenmarkt ein, zum Beispiel in Form von Robotermähern, die per App gesteuert werden können. Wir haben uns umgehört und die wichtigsten Trends der Gartensaison aufgeschrieben.

1. Das Smartphone steuert den Rasenmäher

Automower Connect App von Husqvarna

Automower Connect App von Husqvarna

Hersteller Viking hatte es bereits im vergangenen Jahr angekündigt, musste jetzt aber zurückrudern: Die Smartphone-App für die Roboterrasenmäher iMow kommt erst 2016. Die Nase vorn hat deshalb Husqvarna. Zumindest für zwei Automower-Modelle. Die ab Frühjahr 2015 verfügbare Connect App kann in Kombination mit dem Automower 320 und dem Automower 330X und einer optionalen Zusatzausstattung eingesetzt werden. Beide Modelle haben eine Schnitthöhenregulierung, meistern Steigungen bis zu 45 Prozent und eignen sich für größere und komplexere Rasenflächen. Dank eines eingebauten Wetter-Timers können sie zudem die Mähzeiten automatisch an das Rasenwachstum anpassen. Der Automower 330X ist zusätzlich mit einem integrierten GPS-System ausgestattet, der das Bewegungsmuster des Roboters automatisch daran anpasst, welche Flächen bereits gemäht wurden. Die neue App erweitert die Interaktionsmöglichkeiten mit den Mährobotern entscheidend. Sie bietet volle Kontrolle und umfassenden Zugang zu allen Funktionen. So kann der Nutzer via Smartphone seinen Automower starten, überwachen und konfigurieren – und zwar überall auf der Welt.

Rasenmäher per App fernsteuern

Rasenmäher per App fernsteuern

 

Die Automower Connect App gibt es für iOS und Android (App Store und Google Play). Sie kann einfach auf das Smartphone oder Tablet heruntergeladen werden. Ihr Touch-Display bietet dem Nutzer praktische Funktionen in den drei Schlüsselbereichen ‚Kontrolle‘, ‚Konfigurierung‘ und ‚Sicherheit‘. Kontrolle beinhaltet die Überwachung des aktuellen Gerätestatus sowie die Befehle „Start“, „Stopp“ und „Parken“. Konfigurierung erlaubt die Erfassung und Modifikation der Geräteeinstellungen, Sicherheit schlägt Alarm, wenn der Roboter gestohlen werden sollte, und zeigt seinen Standort an.


2. We are family: Ein Antrieb für (fast) alles

Ein Motor, viele Geräte: von Stihl

Ein Motor, viele Geräte: von Stihl

Hochentaster, Bodenfräse, Heckenschere oder Motorsense – all diese Geräte können dank Kombisystem mit dem Benzinmotor STIHL KM 94 RC-E betrieben werden. Plug and play im Garten. Stihl, weltweit bekannt vor allem für seine Motorsägen, liefert auch in vielen anderen Bereichen echte Profiqualität. Die Geräte sind deshalb nie ganz preiswert und nur über den Fachhandel zu bekommen. Mit dem neuen Kombisystem macht sich der Hersteller auf die Spuren eines Trends, der seit einiger Zeit durch die Akku-Gartengeräte geprägt wurde. Hersteller wie Bosch oder Black+Decker (aber auch Stihl) bieten seit einigen Jahren Akkusysteme, die zwischen einzelnen Geräten austauschbar sind. Das ist gut, hat aber auch seine Grenzen, denn Sägen oder Rasenmäher brauchen so viel Power, dass die Akkus für kleinere Geräte total überdimensioniert sind, oder umgekehrt. Ob der Trend hält?

 

Säge am Stiel: Hochentaster mit elektrischer Kettensäge von Black+Decker

Säge am Stiel: Hochentaster mit elektrischer Kettensäge von Black+Decker

 

3. Immer weiter ohne Leiter

Das Herumhampeln auf Leitern ist nicht jedermanns Sache. Und auch nicht ganz ungefährlich. Immer mehr Hersteller bieten jetzt elektrische Sägen „am Stiel“ an. Die sogenannten Hochentaster ermöglichen es, Äste auch aus größeren Bäumen vom Boden aus zu kappen. Sehr praktisch für den Obstbaumschnitt. Mit dem neuen 800-Watt-Hochentaster PS7525 von Black+Decker können Hobbygärtner und Grundstücksbesitzer Äste und Zweige bis 4,5 Meter Höhe vom Boden aus kappen – ohne Leiter oder Gerüst. Mittels seines stufenlos einstellbaren Teleskopstiels erreicht der Hochentaster eine Gesamtlänge zwischen 184 und 270 cm. Für Äste und Zweige, die quer abgeschnitten werden müssen, lässt sich der Sägekopf in mehreren Positionen abknicken. Schön: Die Kosten für das System halten sich in Grenzen. Selbst inklusive Zubehör lohnt sich das für Gärten, in denen mehrere hohe Bäume stehen. Den 800-Watt-Hochentaster PS7525 von BLACK+DECKER gibt es seit Januar 2015 einschließlich Schwertköcher, Schultergurt und Spannschlüssel für EUR 119,95. Kettensägenöl (1 l) ist separat für EUR 19,99 erhältlich, ebenso wie ein Kettenschärf-Set für EUR 17,99 und eine Ersatzkette für EUR 24,99.

4. Das Ende des Starterseils naht

InStart-System von Briggs & Stratton

InStart-System von Briggs & Stratton

Ein kleiner zusätzlicher Akku am Motor ersetzt wohl schon bald das Starterseil, mit dem Benzinrasenmäher ans Laufen gebracht werden. Briggs & Stratton, der größte Kleinmotorenhersteller im Gartenbereich, pusht jetzt sein neues elektronisches Startsystem InStart, mit dem der Rasenmäher auf Knopfdruck startet. Das Ziehen am Seil, also das Anwerfen des Motors, könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Briggs & Stratton glaubt, damit vor allem bei weiblichen Kunden punkten zu können. Aber ganz ehrlich: auch Männer würden sich freuen. Schließlich ist da immer dieser Unsicherheitsfaktor: Springt er wirklich an? Was mache ich, wenn es nicht auf Anhieb klappt? Da Briggs & Stratton keine eigenen Mäher baut, sondern nur die Motoren liefert, ist die Firma auf andere angewiesen. Doch erste Hersteller haben wohl schon großes Interesse bekundet. Bei dem Akku handelt es sich übrigens um einen modernen Lithium-Ionen-Akku, der schnell lädt und die Ladung sehr lange Zeit hält. Theoretisch sollte es reichen, den Akku wenige Male im Jahr zu laden, damit der E-Starter die ganze Saison über funktioniert.

5. Superstarke Akkus: neue Konkurrenz für Benzingeräte

Bislang konkurrierten Akkumäher vor allem mit kabelgebundenen Elektrorasenmähern. Das ändert sich jetzt. Hersteller wie Bosch wollen mit neuen Akkugeräten jetzt im Bereich der Benzingeräte wildern. Das Mittel der Wahl: extrastarke 36-Volt-Akkus mit bis zu 6 Amperestunden, gerne im Doppelpack verbaut.

Der Bosch-Rasenmäher GRA 48 Professional verfügt über 48 Zentimeter Schnittbreite, der GRA 53 Professional über 53 Zentimeter, wodurch das Rasenmähen zügig vorangeht. Gespeist von zwei 6,0 Ah-Lithium-Ionen-Akkus mit 36 Volt, bieten beide Rasenmäher hohe Leistung bei langer Laufzeit. Jeder der beiden Akkus lässt sich in gerade einmal gut 40 Minuten aufladen, wobei die Ladekosten etwa den Kosten von drei bis vier 60-Watt-Glühbirnen entsprechen, die eine Stunde lang brennen – ein weiterer Vorteil gegenüber kostenintensiven Benzingeräten. Durch den Radantrieb mit separatem Motor und stufenloser Geschwindigkeitsregelung kann das Arbeitstempo an die jeweiligen Rasenbedingungen angepasst werden.

2 x 36 V, 6.0 AH: Akku-Power von Bosch

2 x 36 V, 6.0 AH: Akku-Power von Bosch

Die akkubetriebenen Profi-Rasenmäher GRA 48 Professional (1199 Euro) und GRA 53 Professional (1349 Euro) von Bosch sind mindestens 50 Prozent leiser als Benzingeräte. Dadurch schonen sie zuverlässig Gehör und Nerven von Anwendern, Anwohnern und Passanten. Sie bieten 48 beziehungsweise 53 Zentimeter Schnittbreite und können dank Versiegelung der Akkus selbst bei Regen problemlos eingesetzt werden.

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