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Wann darf ich Rhododendron schneiden?

Rhododendren werden eigentlich kaum geschnitten. Wenn ein Rhododendron aber alt wird, kahl und sparrig wächst, hilft durchaus ein Pflegeschnitt. Dabei nehmen sie sogar einen kräftigen Rückschnitt ins alte Holz hin und verjüngen sich danach wieder.

Die beste Zeit für einen Schnitt ist immer direkt nach der Blüte. Du kannst aber auch im zeitigen Frühjahr schon Triebe abschneiden, musst dich dann aber mit weniger Blüten zufrieden geben.

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Blütenstände nach Verwelken per Hand entfernen
© Wikipedia | B. Traeger

Der Rückschnitt geht immer auf Kosten der Blütenbildung für das nächste Jahr, da die Pflanzen ihre Kraft zunächst zur Triebentwicklung einsetzen. Eine Unterstützung mit einem geeigneten Düngemittel (Laubkompost, speziellem Rhododendrondünger etc.) fördert die Verjüngung. Schneidest du den Rhododendron kräftig zurück, wird er wahrscheinlich kaum oder nur ganz wenige Blüten im kommenden Jahr tragen.

Für einen „normalen“ Schnitt genügt es, zu langstielige Triebe einzukürzen. Sie werden dadurch zum Austrieb schlafender Augen (geschlossener Knospen) und zur Verzweigung angeregt.

Übrigens: Nach der Blüte werden die verwelkten Blütenstände per Hand herausgebrochen. Das hat nicht nur optische Gründe, sondern verhindert Pilzinfektionen und Krankheiten.

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Besuch lohnt sich im Bremer Rhododendron-Park
© Wikipedia | Syker Fotograf

Ausflugstipp:

In Bremen gibt es den zweitgrößten Rhododendron-Park der Welt. Im Frühjahr kannst du hier 600 Wildarten und über 3000 Züchtungen bewundern, die japanischen Azaleen noch nicht mitgezählt. Mehr Infos findest du hier

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Trackbacks/Pingbacks

  1. Sind Rhododendren spießig? | phlora.de - 5. Mai 2014

    […] Geschnitten wird Rhododendron nur selten. Wenn es nötig ist, dann am besten direkt nach der Blüte, siehe auch Beitrag „Wann darf ich Rhododendron schneiden?“ […]

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