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Vorkultur, Hauptkultur, Mischkultur – was heißt das?

Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen kleinen Gemüsegarten anzulegen, wird mit vielen neuen Begriffen konfrontiert. Hier wollen wir zunächst klären, was der Unterschied ist zwischen Vorkultur und Hauptkultur und was es mit der Mischkultur auf sich hat.

Mischkultur

Die Mischkultur ist eine besondere Form des Gemüseanbaus. Sie versucht zum einen, den vorhandenen Platz optimal auszunutzen. Zum anderen werden bestimmte Gemüsepflanzen nebeneinander gepflanzt, die sich gegenseitig im Wachstum fördern oder vor Schädlingen und Krankheiten beschützen. In der Mischkultur steckt jahrhundertaltes Gärtnerwissen. Zusätzlich entscheiden aber auch Bodenqualität, Bewässerung oder Pflanzabstand über den Erfolg im Beet. Für Anfänger ist die Mischkultur mit einer recht hohen Lernbereitschaft verbunden. Aber die Mühe lohnt sich!

Radieschen | © Fotolia

Radieschen | © Fotolia


Fruchtfolge

Ein besonderer Aspekt der Mischkultur ist die Fruchtfolge bzw. Fruchtwechsel. Weil Pflanzen in Monokultur den Boden auf bestimmte Art auslaugen oder auch Giftstoffe hinterlassen, werden die Anbauflächen von Jahr zu Jahr getauscht – ähnlich wie bei der Dreifelderwirtschaft unserer Vorfahren. Besonders Frühkartoffeln, Fenchel, Spinat, Bohnen, Kohl, Gurken oder Möhren sollten erst nach drei Jahren wieder an der gleichen Stelle gepflanzt werden. Bei Erbsen und Zwiebeln rechnet man sogar mit sieben Jahren.

Vor- und Hauptkultur

Innerhalb eines Jahres wird ein Gemüsebeet mehrfach genutzt. Im zeitigen Frühjahr wird die Vorkultur ausgesät bzw. im Gewächshaus vorgezogen, zum Beispiel Kopfsalat oder Spinat. Ab Mai wird die Hauptkultur direkt in Beet gesät, etwa Gurken, Tomaten, Möhren oder Sellerie. Zur Nachkultur (ab September) zählen Gemüsearten, die noch angebaut werden können, wenn die Hauptkultur abgeerntet ist. Direkt ausgesät werden können beispielsweise noch Buschbohnen, Rote Rüben, Feldsalat oder Spinat. Vorgezogen ausgepflanzt werden als Nachkultur auch Blumenkohl, Grünkohl, Kohlrabi oder Kopfsalat.

 

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  1. Gemüsegarten anlegen: Warum du garantiert scheitern wirst | phlora.de - 14. Januar 2014

    […] das Jahr einigermaßen stabil anfängt mit normalen Temperaturen, lässt sich eine schnelle Vorkultur einplanen. Hier kannst du im März/ April dann Pflanzen säen, die eine niedrige […]

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