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Samen von Sommerblumen sammeln

Bunte Sommerblumen rocken den Garten. Wenn sie verblüht sind, kannst du die Samenstände absammeln. So kommst du im nächsten Jahr kostenlos an neue Sommerblumen, Bartnelken, Stockrosen oder Ringelblumen. Aber nicht alle Samen werden gleich behandelt.

Werden im Sommer gesät: Bartnelken | Foto: fotolia.com

Werden im Sommer gesät: Bartnelken | Foto: fotolia.com

Blumen und Stauden ziehen

Das Aufgehen der Saat aus winzigen Körnern gehört mit zu den schönsten Momenten im Garten. Jedes Jahr aufs Neue werden so die einjährigen Sommerblumen, aber auch zweijährige und Stauden herangezogen. Dabei gibt man die kleinen Samen in oder auf die Erde, und sie wachsen so von ganz allein mit ein bisschen Wasser zu imposanten Pflanzen heran.


Sommerblumen zum Nulltarif

Statt fertig ausgewachsene Stauden und Sommerblumen teuer im Handel zu erstehen, lohnt sich das Selbstaussäen. Günstiger geht es nämlich nicht. Macht nur etwas mehr Mühe, und Geduld muss man haben. Damit nicht alles umsonst ist, solltest du ein paar Dinge über das Aussäen wissen:

Goldlack gehört zu den zweijährigen Sommerblumen | Foto: fotolia.com

Goldlack gehört zu den zweijährigen Sommerblumen | Foto: fotolia.com

Grundsätzlich kann der Samen von jeder abgeblühten Pflanze geerntet werden. Dazu streift man die Samen von der Fruchthülle über einem Gefäß ab oder gibt sie praktischerweise gleich in ein luftdurchlässiges Papiertütchen. Die Samen bitte trocken lagern, denn sie dürfen niemals feucht werden. Beschrifte die einzelnen Tütchen, sonst kannst du die Körner später nicht mehr auseinanderhalten.

Wann wird gesät und mit welcher Methode?

Einjährige Sommerblumen werden ab April, oft erst Mitte Mai ins Freiland gesät. Die meisten Pflanzen können auf der Fensterbank vorgezogen werden. So sind sie Mitte Mai schon größer und blühen schneller.

Bei den zweijährigen Arten ist dagegen eine Aussaat direkt nach der Blüte erforderlich. Dabei entwickeln viele Pflanzen Blattrosetten, die den Winter über einziehen und im Frühling frisch durchtreiben.

Blüte nach wenigen Wochen

Es gibt aber auch Gewächse, die unbedingt eine Kälteperiode brauchen, um zu keimen. Je nach Korngröße können die Pflanzen von 2 cm bis zu wenigen Millimetern in den Boden gebracht und mit Erde bedeckt werden. Sobald die Samen im oder auf dem Boden (bei Lichtkeimern, siehe Kasten) ausgesät wurden, brauchen sie konstante Feuchtigkeit zum Keimen. Geht die Saat auf, werden zu nah stehende Sämlinge entfernt. In wenigen Wochen blüht alles!

Bei Stockrosen wird nach der Som­merblüte der Samen ausgesät. Sie über­wintern ähnlich wie Fingerhut. | Foto: fotolia.com

Bei Stockrosen wird nach der Som­merblüte der Samen ausgesät. Sie über­wintern ähnlich wie Fingerhut. | Foto: fotolia.com

Beispiele

Kapuzinerkresse gehört zu den Som­merblumen, die bis zum ersten Frost ­ohne Pause blühen. Ihre fröhlichen roten, orangen oder gelben Blüten entwickeln ­dicke Samenkörner. Sie werden ge­trocknet und ab April oder Mai im Freiland ausgesät. Fingerhutsamen werden geerntet und direkt wieder auf die Beete verteilt. Seidenmohn wird Anfang Mai direkt ins Freiland gesät. Die Sämlinge vertra­gen kein Umpflanzen. Der Samen von Ringelblumen wird getrocknet und ab Mai ausgesät. Auch hier ist es einfacher, direkt an Ort und Stelle zu säen. Die dicken Kerne von Sonnenblumen können auch einzeln auf der Fensterbank vorgezogen werden. Goldlack gehört zu den zweijährigen Sommerblumen. Im Sommer wird gesät, und im Frühling blüht die hübsche Pflanze. Bartnelken werden genau wie Goldlack behandelt.

 

Frostkeimer / Kaltkeimer

Es gibt Samen, die erst nach Einwirkung ­niedriger Temperaturen auskeimen. Daher sät man einige Arten wie Akelei, Veilchen und Steinbrech bereits im Herbst aus. Mittlerweile spricht man aber nicht mehr von Frost-, sondern nur noch von Kaltkeimern. Denn auch ohne Minusgrade gehen die Samen auf.

Lichtkeimer / Dunkelkeimer

Normalerweise werden Samen je nach Korngröße in den Boden gesteckt und mit Erde bedeckt. Das sind die sogenannten Dunkelkeimer. Es gibt aber auch Pflanzen, die nur im Sonnenlicht keimen. Beispiele sind hier Fingerhut, Sonnenhut oder Fleißiges Lieschen. Ihr Samen wird nur auf die Oberfläche gestreut und leicht angedrückt.

 

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