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Rittersporn: Mittelpunkt im Beet

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Strahlend blaue Rittersporn-Blüten
© Pixelio | Erika Hartmann

Die aufrechten Blütenkerzen ziehen auf der sommerlichen Gartenbühne alle Blicke auf sich. Keine Frage, der Rittersporn ist ein Popstar im Staudenbeet.

Die wunderschönen Pflanzen geben als Leitstauden im Sommerbeet den Ton an. Neben reinem Blau finden sich dunkle und helle Blautöne, sowie lila, rosa und weiße Blütenfarben. Der Name „Rittersporn“ leitet sich von der Form des hinteren Blütenblattes ab: Es endet in einem lang gezogenen Sporn.

Die Gattung Delphinium zählt weltweit rund 400 Arten. Bei unseren üppig blühenden Garten-Ritterspornen handelt es sich zumeist um Hybriden, die grob in drei Gruppen unterteilt werden:

  • Elatum-Hybriden, die Abkömmlinge des hohen Alpen-Rittersporns, werden bis zwei Metern hoch.
  • Etwas niedriger geraten sind die Pacific-Hybriden. Hier finden sich viele gefüllte Blütenformen. Das macht sie allerdings für Hummeln und andere Insekten wertlos, denn nur in den einfachen Blüten finden Tiere Nektar.
  • Die Belladonna-Hybriden sind am häufigsten in unseren Gärten vertreten. Sie wachsen eher mittelhoch und sind dabei stärker verzweigt als ihre Schwestern.
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Hohe Sorten brauchen Stütze
© Fotolia

Anbinden für mehr Standfestigkeit

Die Wuchshöhe entscheidet auch über die Standfestigkeit der Prachtstauden. Kleinere Arten mit mehr Verzweigungen sind stabiler. Hohe Arten brauchen unbedingt eine Stütze, damit bei einem Sommergewitter nicht die ganze Pracht umgeweht wird. An Mauern und Zäunen gepflanzt und zusätzlich angebunden, sind die Stauden gut geschützt.

Der perfekte Standort

Alle Ritterspornarten wachsen am besten in voller Sonne und nährstoffreichem, leicht feuchtem Boden. Der Fuß darf gerne durch kleinere Pflanzen beschattet werden. Ist der Untergrund eher nährstoffarm, muss in der Wachstumsphase und während der Blütezeit alle drei bis vier Wochen mit Flüssigdünger nachgeholfen werden. Nur so entwickelt der Rittersporn seine zahlreichen Blütenkerzen.

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© Pixelio | Susanne Schmich

Zweite Blütenpracht im Herbst

Nach der Sommerblüte können die abgeblühten Pflanzen eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten werden. Dann entwickelt sich eine zweite Blüte im September. Die Gärtner sagen dazu „remontierend“. Lässt die Blühfreudigkeit im Laufe der Zeit sichtbar nach, wird der Wurzelballen im Frühjahr mit der Grabgabel geteilt und so die Pflanze verjüngt.

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Nur einfache Blüten geben Nektar
© Pixelio | Romy2004

Rittersporne sind Flachwurzeler. Darum darf der Wurzelstock nicht zu tief eingegraben werden, sondern sollte besser ein Stückchen über dem Erdniveau liegen. Eine Düngergabe mit Kompost zu Beginn der Vegetationsperiode im April/ Mai oder anlässlich des Verjüngens erhält ebenfalls die Blühfreudigkeit.

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