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Regenwurmhaufen auf Rasen

Regenwurm_Wikipedia_Luis Miguel Bugallo Sánchez

Regenwurm sorgt für lockeren Boden
© Wikipedia | Luis Miguel Bugallo Sánchez

Die Würmer haben nur zwei Dinge „im Kopf“: graben und fressen. Durch das Graben entstehen im Boden Röhren, die dafür sorgen, dass das überschüssige Wasser nach unten abziehen kann. Auch die Versorgung des Bodens mit Sauerstoff wird durch diese Röhren gefördert. Beim Fressen verwandeln die Tiere organische Masse in anorganische. Sie sind also Humusproduzenten. Das ist erst einmal gut.

50 Haufen pro Quadratmeter

Bei regnerischer Witterung und in einem schweren Boden sind die Würmer an der Oberfläche und können ziemlich lästig werden. Die organische Masse, die normalerweise im Boden verbleibt, wird bei  nassen und verdichteten Böden an die Oberfläche gedrückt: Die Regenwurmhaufen bleiben also sichtbar  auf der Erde liegen.

Bei Trockenheit und Sonneneinstrahlung verziehen sich die Tiere und auch die Häufchen, die im abgetrockneten Zustand nicht mehr ganz so unangenehm sind, zerfallen dann.

Bodenbiologen haben herausgefunden, dass ein Regenwurmhäufchen ein besserer Dünger ist als die gleiche Menge Kompost.

Wenn du die Haufen vermeiden möchtest, musst du den Zustand des Bodens verbessern:

  • Die Regenwürmer lieben ein feuchtes Milieu. Zum Einen kann es sein, dass dein Rasen im Schatten liegt, was natürlich zu den feuchten Bedingungen führt. Hier könntest du für mehr Licht sorgen, wenn du die Pflanzen und Bäume beschneidest, etc.
  • Aber auch ein verdichteter Boden, in dem das Wasser nicht gut nach unten abziehen kann, lockt die Regenwürmer an. Versuche mehr Sand in den Boden einzuarbeiten, sodass überschüssiges Wasser gut nach unten abziehen kann, eventuell mit einer zusätzlichen Drainage.
  • Chemisch lässt sich dein Problem nicht lösen!
  • Im Grunde bleibt dir nur, auf trockenen Witterung zu warten.
  • Wenn es trocken ist, sollte der Rasen dann nicht zusätzlich beregnet werden.
Regenwurm_Ausscheidungen_Wikipedia_Buteo

Massenhafte Regenwurmhäufchen nerven
© Wikipedia | Buteo

Übrigens, deine Idee mit dem Plattwalzen des Bodens ist eher kontraproduktiv: Dadurch lockst du die Würmer nur noch mehr an. Denn dichter Boden verspricht gute Nahrung für den Wurm…

Bei all dem Ärger, den die unzähligen Häufchen auslösen, kannst du dir zumindest sagen, dass dein Boden wunderbar humusreich ist und voller Nährstoffe steckt. Nicht wenige Leute bestellen sich extra Regenwürmer per Post, um sie in ihrem Garten oder Kompost auszusetzen.

Anbei noch Infos zum Regenwurm von den Seiten vom NABU „Ein emsiger, aber lichtscheuer Geselle“ (Tier des Jahres 2004)

 

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3 Antworten auf Regenwurmhaufen auf Rasen

  1. Vanessa moisiak 8. September 2014 at 19:03 #

    Dringende frage!!!!!!!! WIE ENSTEHT DER ABLAUF VOM WELKEN BLATT BIS ZUM REGENWURMHÄUFCHEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    (BILDER PLEASE)

    • tm 8. September 2014 at 20:24 #

      ????

    • Monika 9. September 2014 at 11:18 #

      Zitat aus den Nabu-Seiten über Regenwürmer: „Ein Regenwurm gräbt und frisst praktisch ununterbrochen. Er ernährt sich von Blättern, abgestorbenen Pflanzenresten und Mikroorganismen. Er frisst pro Tag ungefähr die Hälfte seines Eigengewichts. In einer Nacht zieht der Regenwurm bis zu 20 Blätter in seine Wohnröhre und klebt sie mit seinem Schleim fest. Aber bevor der zahnlose Wurm fressen kann, müssen Pilze und Bakterien die Pflanzenteile mundgerecht für ihn zerkleinern. Und das bedeutet: Das Blatt verrottet, wie in einem Komposthaufen.

      Wenn sich der Wurm das zersetzte Blatt einverleibt, nimmt er auch größere Mengen Erde auf. Im Darm wird das Ganze mit Pilzen und Bakterien vermischt. Der Kot von Regenwürmern ist nichts anderes als besonders gute Erde. Bodenbiologen haben herausgefunden, dass ein Regenwurmhäufchen ein besserer Dünger ist als ist als die gleiche Menge Kompost…“ (Zitatende, Quelle:http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/naturdesjahres/natur2004/02265.html)

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