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Verdichteter Boden – Rollrasen oder Rasensaat?

Nach Bauarbeiten am Haus oder auf dem Grundstück ist oft eine Grundrenovierung des Gartens angesagt. Das Problem: Oft ist der Boden jetzt verdichtet. Was ist in diesem Fall besser, Rollrasen oder eine Rasensaat?

Um es zuzugeben: Es ist gar nicht so einfach, in diesem Fall etwas zu raten: Beide Varianten, Rollrasen oder Rasensaat mit Bodenaustausch, haben Vor- und Nachteile.

Zunächst zum Rollrasen: Er ist genauso langlebig wie „normaler“ Rasen. Die durchwurzelten Lagen dringen schnell in den Untergrund und schlagen auch hier Wurzeln. Das geht aber nur, wenn der Rollrasen feucht gehalten wird in der ersten Zeit. Er darf nicht austrocknen und er darf nicht zu nass werden. Staunässe führt bei frisch gelegten Rollrasen oft zum Totalausfall. Und hier ist dein Problem: Bei verdichteten Böden kommt es ganz schnell zu Staunässe. Wenn jetzt klar wäre, dass es nur wenig regnen würde in den nächsten Wochen, würden wir durchaus zu dem Rollrasen raten.

Wenn du etwas gegen die Verdichtungen unternehmen möchtest, arbeite mit leichtem Gerät (keine Planierraupen oder ähnliches einsetzen). Gehe mit einem Sauzahn oder Bodengruber (z. B. Gartengerät mit einem gebogenem Hacken, „Zahn“) über die zukünftige Rasenfläche und lockere systematisch den Boden bis in ca. 15 bis 20 cm Tiefe. Zusätzlich solltest du noch weiteren Sand mit einarbeiten.

Auch wenn das eine schwere Arbeit ist, in einem Tag ist das geschafft und du hast dann die Möglichkeit, Rollrasen zu legen oder Rasensaat zu säen. Das liegt dann bei die, denn beides dürfte durchaus gelingen nach diesen Vorbereitungen. Man braucht keinen kostspieligen Bodenaushub, sondern geht gezielt gegen die Verdichtungen an und lockert den Boden noch zusätzlich mit Sand (und gerne auch reifen Kompost). Wenn der Rasen gelegt oder eingesät wird, solltest du in den nächsten Wochen vor Ort sein bzw. eine Person beauftragen, die immer mal wieder nachschaut, wie der Rasen den Regen verkraftet. Bei einer Neueinsaat empfehlen wir bei stärkeren Regengüssen ein schützendes Pflanzvlies über die Saat zu legen, damit die Samen nicht alle fortgespült werden.

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