TopExtra

Pfingstrosen: Schön, aber sensibel

Die Blüten von Pfingstrosen (Päonien) gehören zu den Highlights im Frühsommer. Je älter die Stauden werden, desto üppiger die Blüte. Eine Freude für jeden Gartenbesitzer und Blumenliebhaber. Normalerweise. Die Pfingstrosen sind nämlich etwas empfindlich und heikel. Es gibt ein paar Dinge, die mögen Päonien ganz und gar nicht.

Päonie | © Blumenbüro Holland

Päonie | © Blumenbüro Holland

.


Wie man Päonien behandeln sollte

Was du bei den hübschen Sensibelchen unbedingt vermeiden solltest: Auf keinen Fall darf die Pfingstrose umgepflanzt werden! Dann blüht sie jahrelang nicht mehr oder geht sogar ganz ein.

Auch auf einen Pflegeschnitt solltest du verzichten. Knips oder schneide Verblühtes direkt ab. Achte dabei aber auf die Neuanlage von Knospen. Wenn du die mit entfernst, bleibt die Blüte im kommenden Jahr aus.

Ein Auslichtungsschnitt (nach der Blüte) ist nur erlaubt, wenn die Pflanze all zu üppig wächst. Hier nimmt man dann aber nur einige lange Triebe weg. Genug Blüten dürften dann immer noch übrig bleiben.

Alte Päonie will nicht blühen

Wenn alte Pfingstrose nicht mehr blühen, dürfte das auf eine mangelnde Nährstoffversorgung hinweisen. Pfingstrosen brauchen zur Blütenbildung ausreichend Dünger. Die ausdauernden Stauden müssen deshalb immer wieder damit versorgt werden, zumal die im Boden vorhandenen Nährstoffe mit der Zeit verbraucht werden.

Am besten haben sich organische Langzeitdünger wie Kompost oder verrotteter Mist bewährt. Kompost kann als sanfter Dünger jederzeit, also auch im Frühjahr oder Sommer gegeben werden. Eine reichliche Portion stärkt die Pflanze und regt sie wieder zur Blütenbildung an. Zudem können Hornspäne und andere organische Düngemittel zur Nährstoffversorgung beitragen. Allerdings müssen diese richtig dosiert werden. Beachte bei fertigen Produkten die Packungsangaben.

Die richtige Zeit zum Düngen ist vor dem Austrieb: Arbeite den Dünger ganz vorsichtig mit der Grabegabel oder einer kleinen Handkralle ein. Päonien bilden fleischige Wurzeln, die Verletzungen sehr schlecht vertragen.

 

 

Sonne pur und keine Staunässe

Wichtig ist auch ein vollsonniger Standort mit durchlässigem Boden. Ist der Untergrund verdichtet, kümmert die Pflanze ebenfalls und weigert sich, Blüten zu bilden. Auf ihrem Naturstandort wächst die Päonie auf zum Teil felsigen Untergrund, d. h. kleine Schotterstückchen, Sand, Kalk und Kies lassen das Substrat durchlässig werden.

Achtung: Umfaller

Hat sich die Pfingstrose an ihrem Platz gut etabliert, wird sie im Laufe der Jahre richtig mächtig und bildet große Horste. Bei Regen und Wind fallen die langen Stängel leider um. Sie brauchen unbedingt eine Stütze. Staudenhalter aus dem Handel oder selbstgebaute Stützen halten die Pflanze in Form.

Winterschutz: Im Winter lässt du das abgeblühte und welke Laub einfach stehen. Das schützt vor Kälte und Nässe. Zusätzlich kannst du noch etwas Reisig über die Staude legen, dann hat sie es bei Frost schön warm. Ende Februar schneidest du dann die alten Stängel bodennah ab. Der erste Austrieb dürfte dann auch schon zu sehen sein. Jetzt noch etwas Dünger und die neue Saison kann kommen.

 

, , ,

Eine Antwort auf Pfingstrosen: Schön, aber sensibel

  1. Bine 20. Mai 2018 at 11:41 #

    Zum Thema Umsetzen möchte ich folgendes anmerken:
    Ich habe seit mehr als 20 Jahren Pfingstrosen im Garten. Einige Pfingstrosen habe ich zwischenzeitlich umsetzen müssen oder von Nachbars Garten erhalten und dennoch haben alle im darauffolgendem Jahr geblüht.
    Wichtig ist bei der Umsetzung, dass man den Wurzelballen sehr großzügig ausgräbt und die Pflanze nicht tiefer eingesetzt wird als bisher. Dieser wichtige Hinweis fehlt bei Ihnen.
    Auch entferne ich im späten Herbst das welke Laub, welches ohnehin auf dem Boden zu liegen kommt und somit Fäulnis und Schimmel auf dem ballen begünstigt.
    Wenn man das Umpflanzen sorgfältig vornimmt und einiges dabei beachtet, dann muss man nicht auf die Blüten im nächsten Jahr verzichten oder gar befürchten, dass sie eingeht.

Schreibe einen Kommentar