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Was hilft gegen Maulwürfe?

Maulwurf blickt aus Haufen

Maulwurf: Nützliche Nervensäge
© Fotolia

Sie treiben Hobbygärtner haufenweise zur Weißglut. Dabei sind Maulwürfe ganz harmlos und schaden niemandem.

Es geht lediglich um ein rein ästhetisches Problem:

Maulwurfshügel auf dem schönen grünen Rasen. „Na und, da geht man mit der Schaufel hin und trägt das ab. Das ist beste Erde, die kann ins Beet oder zur Anzucht genommen werden.“ Toll! Uns haben die vielen Hügel im Garten auch schon genervt und wir haben nach Möglichkeiten geschaut, wie wir die Tiere vertreiben können.

Das hilft gegen Maulwürfe – manchmal

Zuerst kannst du zu einfachen Mitteln greifen, die sich die Geräuschempfindlichkeit der Tiere zunutze machen.

  • Eine mit dem Hals in die Erde gesteckte Flasche ohne Boden kann Windgeräusche aufnehmen und den Maulwurf nerven.
  • Ebenso eine Metallstange im Boden, an der eine Dose klappert. Solche Lärmverursacher sind geeignet, Maulwürfe zu verjagen.
  • Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren elektrische Vertreiber, die man in den Boden steckt. Sie erzeugen Resonanzschwingungen mit tiefer Frequenz. Nicht einsetzen sollte diese Mittel, wer Hunde oder Katzen hat, denn diese könnten durch die Töne irritiert werden.
  • Wer Katzen hat, wird vermutlich auch kein Maulwurfproblem bekommen, denn auf kaum ein Tier reagieren Maulwürfe so allergisch wie auf Katzen.

Neben lauten, unangenehmen Geräuschen reagieren Maulwürfe sehr empfindlich auf Gestank. Probiere dabei folgende Mittel:

  • Holunderzweige mit vielen Blättern in Wasser einweichen und eine Woche lang in der Sonne stehenlassen. Diese Brühe (sie stinkt wirklich bestialisch) gießt du dann in die Gänge. Wiederhole die Prozedur mehrmals, vielleicht wandern die Maulwürfe ab.
  • Eine ähnliche Wirkung haben auch mit Petroleum getränkte Lappen, die man mit einem Stock tief in die Gänge der Maulwürfe schiebt.
Mehr Infos: Rasenprobleme, und wie man sie löst
Maulwurfhaufen

Maulwurfhaufen: Feinste Erde am falschen Platz
© Pixelio | M. Grossmann


Maulwürfe sind nützlich!

Auch wenn es nicht so einfach ist, wir sollten uns über die Anwesenheit von Maulwürfen freuen. Sie zeigen nämlich an, dass der Boden gesund und voller Kleinlebewesen ist. Regenwürmer und Raupen sind zum Beispiel eine bevorzugte Nahrung des Maulwurfs. Auf seinem Speiseplan stehen allerdings auch zahlreiche Schädlinge wie Schnecken (die sonst niemand mag!), Engerlinge oder Schnakenlarven. Indem er sie verzehrt, entpuppt sich der Maulwurf als ausgesprochener Nützling. Um an seine Nahrung heranzukommen, muss der Maulwurf allerdings viel graben. Er legt in seinem Revier ein weitverzweigtes Tunnelnetz an, eine Art unterirdisches Spinnennetz. Hier jagt der Maulwurf nach Gehör. Der Aushub der Tunnel landet an der Oberfläche – als Maulwurfshügel.

Im Winter sieht man mehr Maulwurfshügel? Ja, stimmt, denn dann wird die Nahrung auch für den Maulfurf knapp und er muss mehr graben, um ans Futter zu kommen.

Fangen und töten verboten

Eigentlich ganz süß, so ein Maulwurf!

Dem kleinen Maulwurf bloß kein Haar krümmen!
© Pixelio | U. Dreiucker

Und bevor du zu härteren Mitteln greifst: Maulwürfe stehen wirklich unter Naturschutz!

Maulwürfe sind zwar nicht selten oder gar in ihrem Bestand bedroht, aber wie beinahe alle heimischen Säuge­tierarten genießen sie nach der Bundesartenschutzverordnung §1 besonderen Schutz. Das heißt, es ist verboten, den Maulwürfen „nachzu­stellen, sie anzulocken, zu fangen oder zu töten“. Wer gegen das Gesetz verstößt, begeht eine Ord­nungs­­widrigkeit und kann mit empfindlichen Geld­bußen bestraft werden, wie sie in § 69 des Bundesnatur­schutz­gesetzes festgelegt sind.

Phlora-Tipp: Locker bleiben

Natürlich ist es ein wenig ärgerlich, wenn sich auf einer schöne Rasenfläche Haufen an Haufen reiht. Aber der Garten ist Natur! Da sind wir nicht alleine, da gehören auch Insekten, Vögel und Tiere wie der Maulwurf rein. Wenn es wieder so weit ist: Atme durch, nimm eine Schaufel, mach die Hügel weg wenn sie dich stören und sammle die Erde, die ist nämlich prima fürs Beet, das Gewächshaus oder den Kübel.

 

 

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