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Laube 40: Die Bilanz der ersten kompletten Gartensaison

Nachdem wir die Laube 40 im August 2012 übernommen hatten, haben wir im Jahr 2013 unsere erste komplette Gartensaison absolviert. Ein wenig hatte wir ja hin und wieder gepostet. Unsere Ziele hatten wir eher bescheiden angesetzt. Und trotzdem haben wir nicht alles erreicht. Wie es uns so ergangen ist.

In diesem ersten kompletten Jahr in der Laube 40 wollten wir zunächst einmal beobachten, welche Pflanzen noch vom Vorgänger da waren und sich mit den Monaten aus dem Boden trauen würden. Das Resultat war ein wenig enttäuschend: Neben fünf Pfingstrosen gab es leider nur zwei nennenswerte Stauden, nämlich Eisenhut und kleine Kissenastern. Der Garten-Vorbesitzer hat sich wohl mehr um seine Obstbäume gekümmert, als um Zierpflanzen.

Sommer in der Laube 40

Sommer in der Laube 40

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Kraftanstrengungen

Umgebaut haben wir den Garten nur sehr vorsichtig – weil wir ja nicht wussten, welche Schätze da noch verborgen sind. Was jedoch weg musste waren große Buchsbüsche, die ziemlich sinnfrei im Weg standen. Die haben wir umgepflanzt und in Kugelform geschnitten. Das Umsetzen war dabei anstrengender, als wir vermutet hätten. Beim Ausgraben haben wir gemerkt, warum Gartenarbeit das Fitnessstudio ersetzt. Puh. Nach dem der Buxus zunächst gut anzuwachsen schien, zeigte er im Laufe des Jahres allerdings immer wieder eine braune Färbung, und das kann eigentlich nicht an zu wenig Wasser gelegen haben.

Naturstein-Stele, unzerstörbar

Naturstein-Stele, unzerstörbar

Kräftezehrend war auch der Kampf gegen die „tonnenschweren“ Stelen, die der Vorbesitzer aus Natursteinen in den Garten betoniert hatte. Trotz schwerem Gerät konnten wir die furchtbaren Dinger nicht zerstören. Jetzt liegen sie halb gekippt im Beet. Wir werden 2014 noch einmal einen Angriff wagen. Ansonsten lassen wir sie überwuchern. Ein Angkor Wat für Arme.

Was wir sonst noch so verändert haben: einige Hortensien zusammen gesetzt, dazu Farn, Storchschnabel und Schattenverträgliche Gräser als „Waldstaudengemeinschaft“ arrangiert. Die Ableger vom Fingerhut dürfen sich dazwischen ausbreiten (auch wenn ein Gartennachbar uns ermahnte, diese Unordnung durch die Fingerhüte besser zu beseitigen…), genauso wie die Akelei, die wir neu dazu gesät haben.

Ach ja, und natürlich haben wir einen neuen Gemüsegarten angelegt! Auch das war nicht ohne Anstrengung.

Sichtschutz aus Baumschnitt

Sichtschutz aus Baumschnitt

Im Kleingarten prallen Generationen aufeinander

Im Verein sind die Geschmäcker recht verschieden: Die älteren Kleingärtner lassen kein unnützes Kraut stehen, alles ist akkurat gepflegt und die blanke Erde ist fein geharkt. Bei den jüngeren Gartenneulingen wächst vieles wild durcheinander, nackte Erde ist nirgendwo zu sehen, dafür massenweise Unkraut. Aber es gibt auch viele bunte Blüten und Gemüse im Blumenbeet. Unser Garten befindet sich gestalterisch in der Mitte: Geordnete Unordnung mit vielen Wildkräutern, um es nett auszudrücken. Man könnte auch sagen: „Wir geben uns Mühe.“

 

Theoretisches Wissen ersetzt keine Praxis

Auch das durften wir im letzten Jahr lernen: Jede Gartenfrage aus dem Stand heraus zu beantworten, weil man viel Wissen gesammelt hat, ist das Eine. Die ganzen praktischen Tipps aber umzusetzen, ist harte Arbeit. Es ist nicht nur anstrengend, sondern diese Mühen können durch eine kalte Nacht, eine Regenperiode oder durch Sturm und Hagel direkt zunichte gemacht werden. Dann wird alles abgefressen von Schnecken, Kaninchen und was sonst noch so im Garten lebt und vorbei ist es mit der Besserwisserei. Alles auf Anfang und wieder von vorn.

 

Gemüsebeet mit ersten Erfolgen

Gemüsebeet mit ersten Erfolgen

 

Geerntet haben wir trotzdem

Der Pflaumenbaum und die Kirschbäume haben in diesem Jahr reichlich getragen. Unsere Apfelernte war dagegen eher kümmerlich. Vielleicht lag es an unserem radikalen Pflegeschnitt? Nur der große, alte Baum (unbeschnitten) hat Unmengen an kleinen Äpfeln abgeworfen und wir haben Saft daraus gemacht (super lecker und so eine Freude, den selbstgepressten Saft in Flaschen zu horten).

  • Außerdem haben wir noch 15 (fünfzehn!) Beerensträucher gepflanzt. Darunter rote und schwarze Johannisbeeren, Jostabeere, Aronia bzw. Apfelbeere, Mirabellen, Felsenbirne, Kornelkirsche und vieles mehr.
  • Neben den Beerensträuchern sind zusätzlich 12 (zwölf!) Heckenrosen in den Gartengepflanzt worden. Zum Einen ist der Garten wirklich groß, und zum Anderen müssen die Gartengrenzen noch etwas dichter werden.
  • Aber damit nicht genug, des weiteren haben wir dann noch 10 (zehn!) Blütensträucher zwischen die Beeren und Rosen gesetzt: Ungarischer Flieder, Spiersträucher, Weigelien, eine Forsythie und Weiden, um nur einige zu nennen.
Laube 40

Laube 40

 

Das nächste Jahr kann kommen

Wenn dann alles „aufgeräumt“ ist: Der reife Kompost wird verteilt auf den Beeten, das Hügelbeet wird aufgelöst und neu gefüllt mit altem Schnittgut, die neue Trockenmauer braucht noch eine stabile Erdschicht von hinten, die Apfelbäume werden beschnitten und immer noch müssen ein paar alte Pflanzen umgesetzt werden. Immerhin sind die Zwiebelblumen schon gesteckt und ein paar neue Stauden, wie Geranium ‚Rozanne‘ im Boden. Jetzt fehlen nur noch halbhohe Gräser und der Garten sieht garantiert besser aus im nächsten Jahr.

 

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