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Junge und alte Rosen umpflanzen

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Umpflanzen von Rosen ist nicht ganz einfach
© Pixelio | Karl-Heinz Liebisch

Rosen müssen umgepflanzt werden, wenn ein Umzug ansteht oder der Platz im Garten nicht optimal ist. Bei jungen Rosen ist das kein großes Problem. Bei älteren, fest eingewachsenen Exemplaren dagegen schon.

So ziehen junge Rosen um

Du kannst eine Rose nach zwei Jahren Standzeit noch gut umpflanzen. Erst im Alter entwickeln Rosen große, fleischige Pfahlwurzeln ohne viele Faserwurzeln. Zur Zeit ist es aber noch anders: Eine junge Rose verfügt über feine Faserwurzeln und eine kleine Pfahlwurzel.

Wenn du die Rose umpflanzt, dann grabe zuvor an der neuen Stelle ein großes Pflanzloch aus, damit die feinen Faserwurzeln nicht lange draußen liegen bleiben und austrocknen können. Die Rose selbst wird mit einem größerem Abstand zum Traufbereich ausgegraben. So verletzt du die Wurzeln nicht. Ist die Pfahlwurzel beschädigt, kann es zum Absterben der Rose kommen. Am einfachsten wickelt man die Rose in eine alte Decke, so wird sie ganz sanft zum nächsten Standort transportiert. Im Oktober ist der beste Zeitpunkt für diese Umziehaktion.


Alte Rosen brauchen Fingerspitzengefühl

Es ist nicht ganz einfach, große, alte Rosen auszugraben und umzupflanzen. Schneide dafür die Rose auf zwei Drittel herunter (nicht mehr!). Versuche  dann möglichst weit um den Wurzelstock zu graben und keine dicken Wurzeln zu verletzten. Alte Rosen haben wenig Faserwurzeln dafür aber mehrere verdickte Wurzeln.

Nimm auch hier eine alte Decke zur Hilfe: Grabe erst an der einen Seite und lege die Decke ein wenig unter den Wurzelstock (tief graben!), dann beginnst du von der anderen Seite. Dabei lockerst du ganz vorsichtig (nach dem Erdaushub) die Wurzeln. Rolle möglichst sanft die Wurzel auf die andere Seite in die Decke.

Das weitere Wachstum der Rose hängt tatsächlich vom sorgsamen Ausgraben ab. Sobald die Rose eingepackt ist, geht es (am besten mit Hilfe) zum neuen Standort. Die Wurzeln dürfen auf keinen Fall austrocknen! Direkt schon mit Wasser besprühen.

Den neuen Standort solltest du vor dem Ausgraben der Rose schon möglichst vorbereitet haben (großes Loch, lockerer Unterboden und etwas Kompost sind ideale Voraussetzungen). Stelle dabei die Rose nun ganz vorsichtig in das neue Erdloch und schütte direkt Erde mit hinein. Schlämme die Rose gut mit Wasser ein, sodass alle Wurzeln wieder mit Erde in Berührung kommen. Die Veredelungsstelle muß mindestens 5 cm unter der Erde liegen.

Winterschutz & Pflege für die Umgepflanzten

Die Rosen brauchen einen guten Winterschutz. Anhäufeln mit Erde, Reisig und Tannengrün schützt die strapazierten Pflanzen. Es kann sein, dass im kommenden Jahr die Rosen wenig Blüten hervorbringen. Solange sie allerdings frische Triebe bekommen, brauchst du dir keine Sorgen machen. Dann haben die Rosen den Umzug gut überstanden. Im Frühjahr und im Juni solltest du die Rosen noch einmal düngen. Eventuell werden noch ein paar Triebe absterben im Winter oder Frühling. Die kannst du dann einfach entfernen.

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