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Insektenhotel selbst bauen, Nützlinge anlocken

Ein Insektenhotel ist zwar keine Drei-Sterne-Suite für Bienen und andere Insekten, aber es kann als komfortable Dauerbehausung genutzt werden. Das Quartier kannst du einfach selbst bauen aus Halmen, Ziegeln und Holz.

Insektenhotel deluxe | Foto: Dr. Klaus Uwe Gerhardt / pixelio.de

Insektenhotel deluxe | Foto: Dr. Klaus Uwe Gerhardt / pixelio.de

Harte Zeiten für Insekten: Die Wildblumenwiesen verschwinden, heimische Pflanzen werden von Exoten verdrängt und die Nester von Wespen und Bienen werden zerstört aus Angst vor Insektenstichen. Mit dem Bau von einem sogenannten Insektenhotel verhilfst du den Tieren zu einer sicheren Unterkunft.

Durch die neue Bleibe werden gezielt nützliche Insekten wie Wildbienen, Florfliegen, Schwebwespen oder Ohrenkneifer angelockt. Welche Tierart letztendlich das Hotel bezieht, hängt von der Ausstattung der einzelnen Räume ab.

 

Insektenhotel aus natürlichen Baustoffen herstellen

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Unterschiedlich große Löcher
Pixelio | Florentine

Insektenhotels bestehen fast ausschließlich aus Naturmaterialien, unter anderem aus Holz (Baumscheiben, Äste, Holzwolle), Baumrinde, Stroh, Heu, Schilfrohr, Bambusstäben, Reisig, Torf und Lehm. Daneben werden poröse, durchlöcherte Backsteine, Terrakotta-Blumentöpfe, Metalle für Befestigungen und Drahtgitter zum Schutz vor Vögeln verwendet. Wichtig ist dabei, dass die Füllmaterialien trocken und alle Hölzer frei von chemischen Holzschutzmitteln sind.


Der richtige Standort

Florfliege

Schillernde Florfliege
Fotolia

Windgeschützt und vor Regen sicher, sollte die neue Unterkunft im Garten aufgestellt werden. Hilfreich sind auch Überdachungen aus Brettern oder Dachpappe. Wenn du Angst vor Insektenstichen hast, solltest du auf einen Mindestabstand von fünf Metern zum nächsten Sitzplatz achten. So kommen sich Mensch und Tier in der Einflugschneise nicht in die Quere und die Insekten fühlen sich nicht bedroht. Neben dem Schutz vor nasser Witterung, ist ein Platz in der Sonne ganz wichtig. Nur dann lassen sich die Insekten auch wirklich anlocken. Das Hotel selbst sollte auf einem stabilen Rahmen fest installiert sein.

Artenreichtum im Garten fördern

Schwebfliege

Schwebfliege beim Nektarsammeln
Fotolia

Neben den Wildbienen, Hummeln und Schwebwespen gibt es natürlich viele andere Tiere, die gern gesehene Gäste im Hotel sind. Für Ohrenkneifer reichen Behausungen aus umgestülpten Tontöpfen, die mit trockenem Gras ausgestopft wurden. Genauso bescheiden hausen Florfliegen: Sie bewohnen Spalten und Nischen zwischen Hölzern. Bis sich das Hotel füllt, dauert es mehrere Wochen.

Marienkäfer

Marienkäfer fressen
viele Blattläuse
Fotolia

 

 

 

Und noch etwas: Wer ein Insektenhotel aufbaut, muss auch für die Verpflegung sorgen. Du musst daher Wildblumen, dauerblühende Stauden und Kräuter anpflanzen oder aussäen.

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