TopExtra

Fix angesät: Anzucht in Jiffy-Töpfen

Im zeitigen Frühjahr können Sommerblumen und viele Gemüsesorten im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorgezogen werden. Normalerweise gehören dann Blumen- und Anzuchterde, eine kleine Schaufel, sowie viele kleine Töpfe und Anzuchtschalen zur Standardausrüstung. Einfacher ist die Methode mit Jiffy-Töpfen: Gepresste Kokosfaser-Tabletten werden bei Kontakt mit Wasser zu stabilen Pflanzgefäßen samt Erde. Wir haben es ausprobiert.

Ansaatboxen im Anzuchtgewächshaus | Foto: phlora.de

Ansaatboxen im Anzuchtgewächshaus | Foto: phlora.de

Schnelles Wässern ohne Wegschwemmen der Samen

Diesmal möchten wir es bei der Ansaat schnell und sauber haben. Statt Sackweise Erde zu schleppen, haben wir uns für die leichten Kokosfaser-Tabletten von Jiffy entschieden. Passend dazu gibt es die Anzuchtschalen mit den praktischen Löchern im Böden: pro vorgestanzte Vertiefung eine Tablette.

Es geht aber nicht nur um schnelles sauberes Arbeiten und Ansäen. Uns war die Anschlusspflege, speziell das leichte Wässern der Saat wichtig. In den Jahren davor gab es immer wieder Ausfälle der Saat durch Trockenheit oder das Gegenteil, bei zu viel Nässe schimmelte auch gerne mal die Pflanzerde.

Das richtige Maß an Wasser pro Topf und Saat zu finden, ist also gar nicht so einfach.

Bei den Jiffy-Schalen ist das Problem besser gelöst, denn die einzelnen Pflanztabletten sind untereinander mit kleinen Rinnen im Boden verbunden, eine Art „Bewässerungssystem“. Hier gießt man gleich 28 Töpfe auf einmal und das Wasser verteilt sich gleichmäßig zu allen Pflanzen. Ausserdem wird nicht direkt auf die Erde bzw. Kokosfaser-Tabletten gegossen, sondern man kann schnell am Rand der Anzuchtschale ohne Erdkontakt wässern. Das verhindert auch das Problem, die Samen nach der Saat mit einem zu harten Wasserstrahl wegzuschwemmen.


Umtopfen und Pikieren war gestern

Wir haben die Kokosfaser-Tabletten mit je einem Samenkorn bestückt. Praktisch: Es entsteht nach dem Aufquellen der Fasern ein vorgegebenes Pflanzloch. Hier kommen also die Samen rein. Bei großen Samen wie Kürbis oder Sonnenblumen geht das sehr einfach (mehr passt nämlich nicht in das Jiffy-Substrat), bei kleinen Körnern wie von Verbenen wird es schwieriger, denn man braucht eine ruhige Hand und gute Augen. Nach dem Säen wird das Pflanzloch mit den Kokosfasern verschlossen.

Wenn alles gut geht, keimen die Pflanzen schnell und können so lange stehen bleiben, bis die Wurzeln das komplette Substrat erobert haben. Durch die Einzelbestückung der Fasertabletten erübrigt sich ein Pikieren (bedeutet „Vereinzeln“; wenn Sämlinge zu dicht stehen, lässt du den größten Keimling stehen und die anderen zupfst du vorsichtig heraus).

Die Ansaat im Jiffy-Topf erspart also zwei Arbeitsschritte: das Pikieren und das Umtopfen in größere Töpfe. Der durchwurzelte Jiffy-Topf kann nämlich einfach so an Ort und Stelle in die Erde gepflanzt werden.

Wenn du es selbst mal ausprobieren möchtest, findest du hier eine Video-Anleitung:

 

, , , , , ,

Schreibe den ersten Kommentar!

Schreibe einen Kommentar