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Feuerwanzen treten massenhaft auf

Feuerwanze | © wikimedia/aka

Feuerwanze | © wikimedia/aka

Bereits im zeitigen Frühjahr, an warmen Tagen ab Mitte März, kann man die lebhaft rot-schwarz gefärbten Feuerwanzen zum Teil in großer Zahl antreffen. Um diese Zeit verlassen die erwachsenen Tiere ihre Überwinterungsquartiere im Boden und bereiten sich auf die Fortpflanzungszeit von April bis Mai vor. Aber auch gegen Ende des Sommers können die Tiere bei trockenem, heißen Wetter noch einmal in großer Population auftreten.

Gärtnerische Sorgen um die schädliche Wirkung der schönen Wanzen sind trotz ihres gelegentlich massenhaften Erscheinens unbegründet. Sie sind zwar Phytophagen, ernähren sich also von Pflanzensäften, doch ihre bevorzugte Nahrung sind die abgefallenen Samen von Linden und Malven, an denen sie saugen. Da sie die Pflanzen direkt nicht schädigen, gibt es auch keine chemischen Bekämpfungsmittel gegen diese Tiere.

Oxycarenus lavaterea | © wikimedia/Hectonichus

Oxycarenus lavaterea | © wikimedia/Hectonichus

Im Sommer 2004 ist eine neue Wanze – Oxycarenus lavaterea – aufgetreten, die als Larve der Feuerwanze ähnlich ist, sich als ausgewachsenes Tier durch den schwarzen Kopf und Halsschild und die weiß erscheinende Flügelmembran von dieser deutlich unterscheidet. Die Wanzen kommen aus dem Mittelmeerraum, wo sie an Obstgehölzen und verschiedenen Gartenpflanzen zu finden sind und neigen zu Massensammlungen, wie die Feuerwanzen. Die Frage, ob von diesen Wanzen bei uns im Garten Schäden zu befürchten sind, kann zurzeit noch nicht beantwortet werden.

Das Land Steiermark, wo die Wanze Oxycarenus lavaterea schon früher aufgetreten ist, stellt dazu fest:

Oxycarenus lavaterae verursacht in Österreich keine nennenswerten Schäden. Das im Frühling und Herbst massenhafte Sammeln der Tiere an Lindenstämmen verursacht jedoch manchmal Besorgnis bei den betroffenen Baumbesitzern. Das Saugen des Pflanzensaftes der Linden ist für die Bäume aber ungefährlich und auch für Menschen ist dieses Insekt völlig harmlos. Über den Sommer verteilen sich die Tiere wieder, so dass die Konzentration an einzelnen Linden geringer wird. Es wird daher von einer chemischen Bekämpfung grundsätzlich abgeraten.

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